Blick über den Rhein auf Mainz

Anmeldung, Mengen, Fristen

Sperrmüll in Mainz

Der Sperrmüll der Stadt Mainz ist viermal im Jahr kostenfrei — allerdings mit einer Mengengrenze, die viele überrascht. Hier steht, wie die Anmeldung läuft, was mitgenommen wird und ab wann es nicht mehr reicht.

So läuft die Anmeldung

  1. Anmelden. Beim Entsorgungsbetrieb der Stadt Mainz, mit Angabe der Adresse und der Gegenstände.
  2. Termin abwarten. Die Mitteilung kommt in der Regel schriftlich binnen einer Woche, die Abholung meist innerhalb von vier Wochen nach der Anmeldung.
  3. Bereitstellen. Am Abfuhrtag ab 6 Uhr, frühestens am Vortag. So, dass Gehweg und Fahrbahn frei bleiben.

Viermal im Jahr ist das kostenfrei, höchstens zwei Kubikmeter je Anmeldung.

Die Zahl, an der die meisten Räumungen scheitern

Zwei Kubikmeter sind die strengste Mengengrenze im Rhein-Main-Gebiet. Zum Vergleich: Frankfurt holt bis zu zehn Kubikmeter kostenlos ab, Wiesbaden fünf je Termin.

Ein Dreisitzer-Sofa belegt bereits ungefähr zwei Kubikmeter. Ein Termin, ein Sofa. Wer eine Wohnung auflöst, kommt erfahrungsgemäß auf 20 bis 30 Kubikmeter — also auf zehn bis fünfzehn Anmeldungen, bei vier kostenfreien im Jahr. Rechnerisch dauert das mehrere Jahre.

Für einzelne Möbel ist der Mainzer Sperrmüll deshalb ideal und kostet nichts. Für eine Auflösung ist er keine Option, und das merkt man meist erst, wenn die Wohnung schon gekündigt ist.

Was nicht mitgenommen wird

Diese Dinge gehören nicht in den Sperrmüll und bleiben stehen:

Elektro und Sondermüll

Kühlschränke, Waschmaschinen, Fernseher und Kleingeräte gehören in die Elektroaltgeräte-Sammlung. Farben, Lacke, Lösungsmittel, Altöl und Batterien sind Sondermüll und müssen zur Problemstoffsammlung.

Bau und Sonstiges

Bauschutt, Fliesen, Sanitärkeramik, Fenster und Türen sind kein Sperrmüll. Ebenso wenig Autoreifen, Gasflaschen und Feuerlöscher. Auch lose Kleinteile in Säcken und Kartons werden nicht mitgenommen.

Das ist der Punkt, an dem private Räumungen kippen: Der Sperrmüll wird abgeholt, und übrig bleibt genau das, was die meiste Arbeit macht.

Sperrmüll im Rhein-Main-Vergleich

Wie großzügig eine Stadt ist, sieht man erst im Vergleich. Die Unterschiede in der Region sind erheblich:

StadtKostenfreiMenge
Mainz4-mal jährlich 2 m³ je Anmeldung
Wiesbaden4 Termine jährlich5 m³ je Termin
Frankfurt am Mainganzjährigbis 10 m³
Darmstadtkostenlosmax. 50 kg je Gegenstand
Offenbach am Main2 Termine jährlich

Mainz hat damit die strengste Mengengrenze der Region — ein Fünftel dessen, was Frankfurt zulässt. Wer aus Frankfurt nach Mainz zieht und den Sperrmüll von dort kennt, unterschätzt das regelmäßig.

Wann sich eine Entrümpelung rechnet

Sobald mehr als ein paar Möbelstücke anfallen, ist die Rechnung meist eindeutig. Bei einer Entrümpelung fällt alles in einem Termin an: Wir sortieren vor Ort, fahren Elektro, Sondermüll und Bauschutt an die jeweils richtige Stelle und übergeben besenrein.

Sie haben dann einen Termin und eine Rechnung statt vier Fahrten, drei Anmeldungen und mehrerer Monate Wartezeit. Was das umfasst, steht unter Entrümpelung in Mainz; bei einem kompletten Haushalt unter Haushaltsauflösung.

Häufige Fragen

Wie oft ist der Sperrmüll in Mainz kostenfrei?

Viermal im Jahr kann jeder Haushalt eine kostenfreie Abholung anmelden. Die Höchstmenge liegt bei zwei Kubikmetern je Anmeldung.

Wie viel sind zwei Kubikmeter Sperrmüll?

Weniger, als es klingt. Ein Dreisitzer-Sofa belegt allein ungefähr zwei Kubikmeter. Ein Kleiderschrank, zwei Sessel und ein Couchtisch zusammen liegen ebenfalls in dieser Größenordnung. Für einzelne Möbelstücke reicht die Menge gut, für eine Wohnungsauflösung nicht.

Wie lange dauert es bis zur Abholung?

Den Termin teilt der Entsorgungsbetrieb in der Regel innerhalb einer Woche schriftlich mit. Abgeholt wird meist innerhalb von vier Wochen nach der Anmeldung. Wer zum Monatsende übergeben muss, sollte das einrechnen — eine Anmeldung zwei Wochen vor dem Auszug kommt oft zu spät.

Wann muss der Sperrmüll draußen stehen?

Am Abfuhrtag ab 6 Uhr, frühestens am Vortag. Wer ihn früher hinausstellt, riskiert ein Verwarnungsgeld — und dass Fremde die Menge vergrößern, bevor das Fahrzeug kommt.

Was gehört nicht in den Sperrmüll?

Elektrogeräte, Bauschutt, Fliesen, Sanitärkeramik, Farben, Lacke, Lösungsmittel, Altöl, Batterien, Autoreifen und Gasflaschen. Diese Dinge werden nicht mitgenommen und müssen an die jeweils zuständige Sammelstelle. Bleiben sie stehen, bleibt am Ende auch der Rest liegen.

Was mache ich, wenn es mehr als zwei Kubikmeter sind?

Dann brauchen Sie entweder mehrere Anmeldungen über Monate hinweg oder eine Entrümpelung. Eine durchschnittliche Wohnungsauflösung bringt 20 bis 30 Kubikmeter zusammen — das wären zehn bis fünfzehn Anmeldungen bei vier kostenfreien im Jahr.

Was kostet Ihr Umzug in Mainz?

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